Man unterscheidet im Wesentlichen 2 Arten von Diabetes mellitus. Es ist wichtig für jeden Diabetiker seinen Blutzucker optimal einzustellen. Nicht nur, um akute Entgleisungen des Stoffwechsels wie eine Unterzuckerung zu verhindern, sondern auch um diabetische Folgeerkrankungen wie Augenkrankheiten (Diabetische Retinopathie), Nervenschädigung (Diabetische Polyneuropathie), Nierenkrankheiten (Diabetische Nephropathie) und Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) zu vermeiden oder hinauszuzögern.

Diabetes Typ 1

Der Typ 1 Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung , die zu einem Mangel der Hormons Insulin führt. Dieser Diabetes-Typ heißt deshalb auch insulinabhängiger Diabetes mellitus. Oft beginnt die Erkrankung schon im Kindesund Jugendalter, kann sich aber auch im fortgeschrittenen Alter entwickeln. Der Diabetes mellitus Typ 1 ist derzeit noch nicht heilbar, lässt sich aber gut mit einer Insulintherapie behandeln.

Diabetes Typ 2

Der Typ 2 Diabetes ist die häufigere Form der chronischen Stoffwechselstörung. Die Neigung zu Diabetes Typ 2 ist genetisch bedingt. Außerdem begünstigen vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel, dass die Krankheit entsteht. In der Vergangenheit wurde der Typ-2-Diabetes gerne auch als "Alterszucker" bezeichnet. Tatsächlich erkranken in erster Linie ältere Menschen daran. Dennoch erkranken zunehmend auch 30- bis 40- Jährige an Typ-2-Diabetes. Grund dafür ist, dass immer mehr Menschen schon in jungen Jahren stark übergewichtig sind und sich nur wenig bewegen – beides gilt als die Hauptursache von Diabetes Typ 2. Immer häufiger stellen Ärzte die Krankheit auch bei Kindern und Jugendlichen fest.

Schwangerschaftsdiabetes

Als Gestationsdiabetes bezeichnet man eine Kohlenhydratstoffwechselstörung, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt bzw. erkannt wird.

Die Ursachen des Gestationsdiabetes liegen einerseits an verschiedenen Schwangerschaftshormonen, die zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen (z.B. Östrogen, humanes Plazentalaktogen), andererseits an der Ernährung, die in der Schwangerschaft häufig nicht optimal ist. Die Insulinausschüttung ist zu Beginn der Schwangerschaft eher vermindert, steigt dann aber erheblich an. Dabei gibt die Bauchspeicheldrüse das Insulin um ca. 15 Minuten verzögert in die Blutbahn ab. Wie beim Typ-2-Diabetes mellitus sind auch die Organzellen verändert, so dass die Insulinproduktion häufig nicht ausreicht.

In einer Schwangerschaft von Frauen mit bestehendem Diabetes Typ 1 & 2 werden die Stoffwechselziele strenger eingestellt als bei nicht schwangeren Diabetikerinnen. Ach in diesen Fällen steht Ihnen das Diabetesteam als kompetenter Berater zur Seite.

Diabetisches Fußsyndrom

Der diabetische Fuß ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus, über die jeder Diabetiker gut Bescheid wissen sollte. Im Verlauf der Erkrankung bilden sich an den Füßen Geschwüre (Ulcera), die sich ausdehnen können. Im schlimmsten Fall ist sogar eine Amputation von Teilen der Füße erforderlich. In Deutschland werden etwa 70 Prozent aller Amputationen bei Diabetikern durchgeführt - das sind über 40.000 Amputationen pro Jahr. § Doch mit der richtigen Vorbeugung oder frühzeitigen Behandlung lassen sich solche Folgeschäden verhindern. Die Behandlung eines diabetischen Fußes gehört in die Hände eines Diabetologen/in in einer spezialisierten Fußambulanz. Hier finden Sie Wundassistentinnen, die sich mit den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten dieser Folgeerkrankung bestens auskennen.

Pumpeneinstellung

Die Insulinpumpentherapie bei Typ 1 Diabetikern/innen ist eine Möglichkeit bei schwer einstellbarer Stoffwechsellage, die Patienten/innen bei ihrer Therapie zu unterstützen.